Nicht zuletzt aufgrund des verheerenden Anschlags auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz am 19. Dezember 2016 und weiterer Anschläge wie in Nizza am 14. Juli 2016 oder in Barcelona am 17. August 2017 rückt die Sicherheit im öffentlichem Raum durch Objekte und Bauten international immer weiter in den Vordergrund. In den vergangenen Jahren entstand vor dem Hintergrund der terroristischen Anschläge das Phänomen, dass immer mehr öffentliche Plätze und Veranstaltungen geschützt werden sollten, ohne dass ein breiter gesellschaftlicher Diskurs um diese Architekturen stattfand. Eine wissenschaftliche Untersuchung darüber, als wie sicher Architekturen der Sicherheit empfunden werden und wie sicher deren Funktion in Abhängigkeit ihrer Gestaltung ist, steht noch aus. Durch ihre Funktion bestimmt ergeben sich Gestalt und Form der Architekturen der Sicherheit ergeben aus ihrer Funktion.

  • (c) Stefanie Bürkle
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Weder in der Stadt- oder Raum- noch in der Veranstaltungsplanung oder im Crowd Management existieren übergreifende Konzepte, die alle Akteure einschließen. Sie stellen häufig kaum belastbare technische Lösungen dar, die die Sicherheit für Menschen erhöhen und gleichzeitig so gestaltet sind, dass sie sich nahtlos in das architektonische Umfeld einfügen. Ebenso unzureichend ist zum jetzigen Zeitpunkt die Frage geklärt, inwieweit diese Architekturen der Sicherheit zu einem Unsicherheitsempfinden beitragen. Durch eine künstlerisch-architektonische Einbindung in das Umfeld ließe sich – so die Hypothese – das immanente Gefühl der Unsicherheit vermeiden und somit die Sichtbarkeit der Unsicherheit verbergen.